Analyse der Berliner Fraueninfrastruktur
Bewegungskultur und Strukturen
Die Studie untersucht, wie Aktivitäten im Interesse von Frauen* und FLINTA* in Berlin genau gestaltet sind. Dabei interessieren uns insbesondere die Werte und Motivationen haupt- und ehrenamtlich Engagierter, die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen von Projekten sowie die Einschätzungen der Akteurinnen zu zukünftigen Entwicklungs-, Verbesserungs- und Lobbyingbedarfen. Ziel der Untersuchung ist es, zentrale Herausforderungen sichtbar zu machen und die Bedeutung der Frauen*- und FLINTA*-Infrastruktur als eigenständiges und dauerhaft relevantes Handlungsfeld herauszuarbeiten.
Die zunehmende Delegitimierung feministischer Anliegen, die Überlastung ehrenamtlicher Vorstände, die strukturelle Prekarität vieler Träger, die Abhängigkeit von öffentlichen Förderungen, die Abgrenzung von großen Wohlfahrtsverbänden und dritten Organisationen, die Digitalisierungslücke zwischen klassischen und neuen feministischen Akteurinnen sowie die Frage, wie feministische Bewegungskultur unter institutionellen Bedingungen erhalten werden kann, stellen Berlins feministische Trägerlandschaft vor erhebliche Herausforderungen.
Die Befragung richtet sich an unabhängige feministische Initiativen, Netzaktivistinnen und weitere engagierte Personen in Berlin ebenso wie an öffentlich geförderte Träger und Projekte sowie deren aktuelle und ehemalige Aktive. Falls Sie als Projekt oder Träger bereits eine Einladung mit einem individuellen Teilnahme-Link erhalten haben, nutzen Sie bitte ausschließlich den Ihnen bereits zugeschickten Link. Nur wenn viele Perspektiven zusammenkommen, können wir die Vielfalt, die Herausforderungen und die Bedeutung der Frauen*-Infrastruktur sichtbar machen – und damit ihre Zukunft sichern. Wir bitten darum, möglichst zeitnah an der Umfrage teilzunehmen und diese gerne weiterzuleiten. Hier geht's zur Umfrage: bfb.bis-berlin.de
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, innovative Organisations- und Finanzierungsansätze innerhalb der Träger zu unterstützen und zugleich politische sowie administrative Entscheidungsprozesse fundierter und transparenter zu gestalten.
Die Studie wird vom Berliner Frauenbund 1945 e. V. (BFB 1945 e. V.) ehrenamtlich initiiert, begleitet und durch den Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e. V. unterstützt. Die Studie entsteht somit aus der Berliner Frauen*- und FLINTA*-Infrastruktur selbst und verfolgt das Ziel, eine belastbare Datengrundlage für deren fachliche, organisatorische und finanzielle Weiterentwicklung zu schaffen.


