„Klimaneutrales Stadtquartier - Neue Weststadt Esslingen“

Auf dem Gelände der Neuen Weststadt in Esslingen soll auf einer Fläche von 100.000 qm ein urbanes Vorzeigequartier mit über 600 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie einem Neubau der Hochschule Esslingen entstehen. Das Vorhaben „Klimaneutrales Stadtquartier - Neue Weststadt Esslingen“ soll dabei als Reallabor die Möglichkeiten einer innovativen Umsetzung des energetischen Konzepts auf Quartiersebene aufzeigen. Mit dem Startschuss des Projektes Anfang November 2017 wird die Stadt Esslingen vor Ort mit zwölf PartnerInnen fünf Jahre lang die Grundlagen für eine zukunftsfähige Energieversorgung erarbeiten. Im Reallabor werden zudem wichtige Erfahrungen zum Betrieb gesammelt, deren Bedeutung vor dem Hintergrund der Energiewende über die Stadtgrenzen hinaus reicht.

Zentrales Element des Projektes ist die gebietsübergreifende Nutzung lokaler und überregionaler erneuerbarer Energiequellen innerhalb des Quartiers Neue Weststadt. Eine weitere Schlüsselkomponente stellt die Nutzung von Stromüberschüssen aus den eingesetzten erneuerbaren Energieformen dar: Mit Hilfe der Technologie Power-to-Gas (P2G) soll der Überschussstrom mittels Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff genutzt werden. Dieses Gas kann anschließend durch Einspeisung in das lokale Gasnetz, durch Rückverstromung per Brennstoffzelle (P2G2P) oder durch Nutzung als Kraftstoff in der alternativen Mobilität weiter genutzt werden. Die Wärme, die bei dem Vorgang der Elektrolyse entsteht, soll zudem über ein Nahwärmenetz zur Versorgung des Quartiers beitragen. Weitere wesentliche Elemente des Vorhabens sind innovative Mieterstrommodelle bei der Energieversorgung des Quartiers sowie die Einbindung der E-Fahrzeuge des Individualverkehrs und der Elektro-Oberleitungsbusse des öffentlichen Nahverkehrs in Esslingen in das Forschungsprojekt. Strom-Überschüsse aus den gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen sollen zum nahezu CO2-neutralen öffentlichen Nahverkehr in der Stadt genutzt und der Einsatz von Traktionsbatterien in den Bussen zur Stromnetzstabilisierung untersucht werden.

Das Projekt wird professionell durch ein technisches und sozialwissenschaftliches Monitoring (BIS) begleitet.

Entwickelt wurde das ganzheitliche Energiekonzept für die Neue Weststadt durch das Steinbeis-Innovationszentrum EGS in Stuttgart. 

Hauptantragsteller des Verbundvorhabens mit dem Acronym ES_West_P2G2P ist die Stadt Esslingen am Neckar. Die Koordination und das wissenschaftliche Monitoring übernimmt das Steinbeis-Innovationszentrum EGS aus Stuttgart. Weitere Partner sind das Institut IGS der TU Braunschweig, das Wohnungsbau-Unternehmen RVI Saarbrücken, Greenpeace Energy eG mit der Windgas Esslingen GmbH & Co. KG (WGEs), die städtischen Verkehrsbetriebe Esslingen (SVE), das Institut INEM der Hochschule Esslingen, die Polarstern GmbH, München, das Ing.-Büro MondayVision aus Stuttgart. Des Weiteren wird das Forschungsprojekt unterstützt von der HyEnTec GmbH in Zell unter Aichelberg sowie dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart.

Quelle: Roland Karpentier, Stadt Esslingen (28.06.2018): Pressemitteilung "Projektstart ES_West_P2G2P" (unter: https://www.esslingen.de/,Lde/15234761.html).

Ansprechpartner: Stadt Esslingen am Neckar: Roland Karpentier, Tel. 0711 3512-2732

Für evtl. Rückfragen auch Dr. Katja Walther, Sachgebietsleiterin Nachhaltigkeit und Klimaschutz beim Stadtplanungs- und Stadtmessungsamt, Tel. 0711 3512-2440

Weitere Informationen (externe Links):

Abbildung: Lageplan neue Weststadt (Quelle: STW Steinbeis-Innovationszentrum, Energie-, Gebäude- und Solartechnik)

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